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Race & Tour

6 Stunden am Breitbrunnen-4 Minuten zu schnell!

Zwei Wochen nach dem Ultrabike stand nun ein 6 Stunden Rennen in Breitbrunnen auf dem Plan. Der Tag hätte eigentlich nicht vielversprechender beginnen können. Ich hatte weder Sporttasche, noch Morgentoilette vergessen und im auf über 800 Meter hoch gelegenen Breitbrunnen sorgten morgendlich frische  Temperaturen von 14 Grad für die nötige Coolnes vor der Mittagshitze. Kurz vorm Start um 9 Uhr, gings noch auf Streckenerkundung und es zeigte sich mal wieder, es braucht keinen großen Veranstalter, um ein tolles Event auf die Beine zu stellen. Verpflegung für Einzelfahrer, ne tolle Wechselzone, ein familiäres Flair im Fahrerlager und eine Strecke  bestehend aus 3 Trails, Schotterwegen und 0% Asphaltanteil verteilt auf 7,5Km mit 140Hm, die wirklich MTB würdig war.

Freunde & Mitstreiter

Kurz vor 9 Uhr versammelten wir uns alle im Startblock, genau neben dem Gasthaus Breitbrunnen mit wunderschönem Biergarten. Oh war das verlockend nach der ersten Runde einfach abbiegen und sich im schattigen Plätzchen von Bier und Steaks verwöhnen lassen. Wenn ich doch nur so Radfahren wie Fressen könnte, ich würde Chris Froome einbeinig versägen, ganz ohne Inhalator und dabei noch geiler aufm Rad sitzen…aber zurück zum Thema.

Vorbereitung aufs Rennen

Punkt 9 Uhr fiel der Startschuss, die Taktik war klar, die ersten Runden wollte ich mit den schnellen 2er und 3er Teams fahren, um zu schauen, wie sich dabei die Gruppe der Solofahrer bildet. Was dann auch recht gut funktionierte. Nach zwei Runden konnten sich die vier Spitzenfahrer rund um Vorjahressieger Caleb Kieninger und Langstreckenspezialist Markus Ziegler von Kona Bike Ranch absetzen. Ich selbst bildete die Gruppe der Verfolger zusammen mit Gerhard Steinl und Andreas Kittelman. Nach 2 Rennstunden war die Konstellation dann klar. Gerhard und ich konnten das Tempo von Andreas (dem späteren Sieger der Ü40) nicht halten während sich von hinten ein weiterer Solofahrer zu uns gesellte. Ich selbst startet von da an eine 4 stündige Soloflucht.

Meine Soloflucht

Das Rennen wurde einsam und unspektakulär. Ich selbst überholte von nun an nur noch Fahrer der 2er und 3er Teams. Nach gut 3 Stunden überrundete mich das Spitzenquarttet und ich selbst wiederum begann die Solofahrer hinter mir zu überrunden. Rund zwei Stunden vor Rennende kam dann mein Fanclub bestehend aus Pamela, Schwiegermama und Kiddis, um mich zu betreuen und anzufeuern. Dies taten sie so gut, dass ich nach 5:56 erneut über Start/Ziel fuhr…was für ein scheiß Timing.

Auf in die letzte Runde

Mit freundlicher Stimme kam vom Rennsprecher: “Hey Klasse du darfst noch eine Runde“ ein weniger freundliches „Leck mich“ schoss mir durch den Kopf.

Aber auch die letzte Runde ging zu Ende und so erreichte ich nach 140Km und 6:17 Fahrzeit das Ziel als 5er der U40 Klasse. Dabei wäre die letzte Runde nicht mal notwendig gewesen, da ich selbst den 6. Platzierten schon überrundet hatte.

Die besten Fans

Dann gabs endlich Bier, Pommes und Steaks. In zwei Wochen geht’s weiter in Külsheim, da wartet dann ein 12 Stunden Solo.

Ohne Mampf keinen Kampf

Happy ride

Euer

Daniel