Best Routes – Lac de Annecy
Wenn man einen See mit Radsport verbindet, denken Rennradfahrer meist sofort an den Bodensee und Mountainbiker an den Gardasee. Ich war auf Erkundungstour und habe dabei eine echte Perle entdeckt – eine Region, die Rennradfahrer, Gravelbiker und Mountainbiker gleichermaßen begeistert.
Willkommen zu einer Entdeckungsreise rund um den Lac d’Annecy.
Vier Touren habe ich für euch im Gepäck – und unzählige weitere warten darauf, entdeckt zu werden. Meine Homebase schlage ich direkt in Sévrier am Ufer des Lac d’Annecy auf. Von hier aus starte ich zu meinen täglichen Abenteuern.
Der Lac d’Annecy gilt als einer der saubersten Seen Europas und ist der sechstgrößte See Frankreichs in der Region Haute-Savoie. Rund um den See verläuft ein hervorragend ausgebauter Radweg, der die gesamte Region erschließt. In regelmäßigen Abständen finden sich Trinkwasserstellen, Bistros, Crêpe-Stände, Eisdielen und sogar Cycling-Cafés mit angeschlossenen Bikeshops.
Es dauert keine 15 Minuten im Sattel, bis man spürt: Hier bin ich genau richtig. Die Kombination aus türkisblauem Wasser, alpiner Kulisse und perfekter Infrastruktur macht den Lac d’Annecy zu einem Paradies für Radfahrer aller Art.
Also, auf geht’s ins Abenteuer!
(Tour 1) Col de la Forclaz-Der Legopener
Der Col de la Forclaz gehört zwar nicht zu den ganz großen Namen der Alpen, doch irgendwie kommt einem die Bezeichnung bekannt vor. Woher nur?
Wahrscheinlich aus dem Sportgeschäft: Die französische Sportkette Decathlon hat ihre Outdoor-Marke „Forclaz“ nach diesem Pass benannt. So haben viele von uns den Namen bereits auf Rucksäcken, Jacken oder Radbekleidung gelesen – ohne zu ahnen, dass sich dahinter ein wunderschöner Aussichtspass über dem Lac d’Annecy verbirgt.

Der Start erfolgt in Sévrier am Westufer des Lac d’Annecy. Die ersten Kilometer dienen zum Einrollen und führen auf überwiegend flacher Strecke entlang des Sees Richtung Süden. Über Saint-Jorioz und Duingt erreicht man Doussard und kurz darauf den kleinen Ort Verthier am südlichen Ende des Sees.
In Verthier beginnt der eigentliche Anstieg zum Col de la Forclaz. Die Straße zieht sich in zahlreichen Kurven durch Waldpassagen und kleine Bergweiler stetig bergauf. Mit rund 700 Höhenmetern bis zur Passhöhe gehört die Auffahrt zu den bekanntesten Rennradanstiegen rund um Annecy.

Je höher man kommt, desto beeindruckender werden die Ausblicke. Kurz vor dem Pass öffnet sich der Blick auf den gesamten Lac d’Annecy. Am Col de la Forclaz angekommen, wird die Anstrengung mit einem der schönsten Panoramen der Region belohnt. Der Aussichtspunkt oberhalb des Passes ist zugleich ein beliebter Startplatz für Gleitschirmflieger. Von hier reicht der Blick über den gesamten See bis nach Annecy und zu den Gipfeln der Bauges- und Aravis-Berge.

Nach einer kurzen Pause folgt die kurvenreiche Abfahrt Richtung Talloires. Die Straße bietet immer wieder freie Sicht auf den tiefblauen See und die umliegenden Berge. In Talloires lohnt sich ein Halt an der Uferpromenade oder im Ortszentrum, bevor die Runde fortgesetzt wird.
Von Talloires führt die Strecke entlang des Ostufers zurück Richtung Süden. Über Menthon-Saint-Bernard und das Seeufer gelangt man erneut nach Verthier. Die letzten Kilometer verlaufen entspannt und bieten Gelegenheit, die Eindrücke der Passauffahrt noch einmal Revue passieren zu lassen.
Diese Runde vereint alles, was den Radsport rund um den Lac d’Annecy so besonders macht: idyllische Seeufer, charmante Savoyer Dörfer, einen gleichmäßigen Alpenanstieg und ein
Fazit:
Diese Runde vereint alles, was den Radsport rund um den Lac d’Annecy so besonders macht: idyllische Seeufer, charmante Savoyer Dörfer, einen gleichmäßigen Alpenanstieg und ein außergewöhnliches Panorama vom Col de la Forclaz. Der Abschnitt zwischen Verthier und der Passhöhe bildet dabei den sportlichen Höhepunkt der Tour und macht die Runde zu einem echten Klassiker für Rennradfahrer.
Hier geht es zum Track: https://www.komoot.com/de-de/tour/2980182334?share_token=aibzCrmGNmPSt6QWuxDKPZz1N4jnVycnnZvUqZiuborsNJOPQf&ref=wtd&t_s=referral&t_cid=route_share&t_ref_username=773354110250
(Tour 2) Alpin Gravel-Bauges Runde
Direkt nach dem Start in Saint-Jorioz verlässt die Route den Lac d’Annecy und taucht in die grünen Hänge des Massif des Bauges ein. Ohne lange Einrollphase beginnt der erste große Anstieg des Tages. Auf einer schmalen, gut ausgebauten Bergstraße zieht sich die Strecke stetig bergauf. Die Steigung bleibt dabei meist angenehm gleichmäßig, sodass sich schnell ein guter Rhythmus finden lässt. Mit jedem Höhenmeter verschwinden See und Ortschaften im Tal, während die umliegenden Kalkgipfel immer näher rücken.

Nach dem langen Auftaktanstieg erreicht die Route die offenen Hochflächen der Bauges. Hier verändert sich der Charakter der Tour deutlich. Statt eines langen Passes folgen nun immer wieder kurze Wellen und kleinere Anstiege. Diese kosten zwar zusätzliche Körner, werden aber mit grandiosen Ausblicken belohnt. Immer wieder öffnen sich Panoramafenster auf die umliegenden Bergketten, grüne Almen und die typischen verstreuten Bauernhöfe der Region. Die Strecke führt durch ruhige Dörfer wie Bellecombe-en-Bauges, Le Châtelard und La Compôte – Orte, in denen die Zeit gefühlt etwas langsamer vergeht.
Im südlichen Teil der Runde wird die Landschaft noch alpiner. Die Straße schlängelt sich durch weite Täler und entlang bewaldeter Hänge, bevor der letzte entscheidende Anstieg wartet. Dieser Abschnitt markiert den Übergang vom Asphalt ins Gelände. Der Untergrund wird zunehmend grober und geht schließlich in einen ruppigen Gravelweg über. Die Steigung ist zwar nicht extrem, fordert durch den losen Untergrund jedoch noch einmal volle Konzentration und Kraftreserven.

Oben angekommen wartet der landschaftliche Höhepunkt der Tour. Die Aussicht reicht über die Gipfel der Bauges bis in Richtung Annecy und bei klarer Sicht weit darüber hinaus. Es ist einer jener Orte, an denen man automatisch stehen bleibt, das Rad abstellt und den Blick schweifen lässt.

Die Belohnung folgt unmittelbar danach: eine lange, abwechslungsreiche Gravel-Abfahrt zurück Richtung Lac d’Annecy. Der Untergrund ist stellenweise grob und ausgewaschen, wodurch die Abfahrt technisch anspruchsvoller wird als die zuvor gefahrenen Asphaltpassagen. Schnelle Abschnitte wechseln sich mit ruppigen Kurven und steinigen Passagen ab. Wer die Geschwindigkeit kontrolliert und die richtige Linie findet, erlebt hier einen echten Höhepunkt für Gravel-Fahrer.

Nach der Rückkehr auf Asphalt rollen die letzten Kilometer entspannt zurück nach Saint-Jorioz. Der Blick auf den türkisfarbenen Lac d’Annecy bildet einen gelungenen Abschluss einer Tour, die von langen Anstiegen, großartigen Panoramen und einer spektakulären Gravel-Abfahrt geprägt ist.
Fazit
Eine abwechslungsreiche Bauges-Runde mit allem, was eine gute Graveltour ausmacht: ein langer Asphaltanstieg zum Warmwerden, aussichtsreiche Höhenstraßen, mehrere kurze Gegenanstiege, ein fordernder Schlussanstieg auf rauem Gravel und eine lange, ruppige Offroad-Abfahrt. Wer Kondition, etwas Fahrtechnik und Freude an einsamen Berglandschaften mitbringt, wird auf dieser Runde voll auf seine Kosten kommen.
Hier geht es zum Track: https://www.komoot.com/de-de/tour/2984487505?share_token=aCNr1rulgTDjM3UQibY4QTVul1qikMDL7I78S3oU2UXn2lOUxV&ref=wtd&t_s=referral&t_cid=route_share&t_ref_username=773354110250
(Tour 3) Col du Semnotz-Basisroute
Die Runde startet am Südufer des Lac d’Annecy in Saint-Jorioz. Nach wenigen flachen Kilometern verlässt die Strecke den See und führt über Saint-Eustache hinein in die bewaldeten Hänge des Semnoz-Massivs. Schon früh wird klar, dass heute vor allem die Kletterqualitäten gefragt sind.
Der erste Anstieg ist der prägende Abschnitt der Tour. Auf einer ruhigen, asphaltierten Bergstraße gewinnt die Route kontinuierlich an Höhe. Die Straße schlängelt sich in zahlreichen Kurven durch dichte Wälder, vorbei an einzelnen Höfen und kleinen Lichtungen. Die Steigung bleibt meist angenehm konstant, wodurch sich ein gleichmäßiger Rhythmus fahren lässt. Während im Tal der Lac d’Annecy langsam kleiner wird, öffnen sich mit zunehmender Höhe immer wieder beeindruckende Ausblicke auf den See und die umliegenden Gipfel.

Nach dem Erreichen der Hochlagen des Semnoz verändert sich der Charakter der Runde. Die großen Höhenmeter sind geschafft, nun folgen mehrere kürzere Anstiege und wellige Abschnitte. Diese verlangen zwar weiterhin Einsatz, bieten aber gleichzeitig die schönsten Panoramablicke der Tour. Die Strecke führt durch offene Almflächen und entlang aussichtsreicher Bergrücken. Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Lac d’Annecy über die Bauges bis hin zu den schneebedeckten Gipfeln des Mont-Blanc-Massivs.

Besonders reizvoll ist die Ruhe auf den höher gelegenen Abschnitten. Fernab des Verkehrs dominieren Vogelstimmen, Kuhglocken und die weiten Ausblicke über die Alpenlandschaft. Immer wieder laden kleine Aussichtspunkte dazu ein, kurz anzuhalten und die Szenerie zu genießen.
Im weiteren Verlauf erreicht die Route den höchsten Bereich der Runde. Hier wechseln sich Asphalt und gröberer Untergrund ab. Die letzten Höhenmeter führen über teils rauere Wege und sorgen für etwas Abenteuerfeeling, bevor die lange Rückfahrt beginnt.

Ein echtes Highlight wartet zum Schluss: die ausgedehnte Abfahrt zurück Richtung Annecy. Zunächst verläuft sie auf schmalen Bergstraßen durch den Wald, später öffnen sich immer wieder spektakuläre Blicke auf den See. Die vielen Kurven machen die Abfahrt abwechslungsreich und fahrerisch interessant. Nach den letzten Serpentinen rollt die Strecke entspannt zurück an das Ufer des Lac d’Annecy.
Fazit
Diese Semnoz-Runde verbindet einen langen, gleichmäßigen Asphaltanstieg mit aussichtsreichen Höhenkilometern und einer abwechslungsreichen Abfahrt. Die Kombination aus Waldpassagen, Almlandschaften und den grandiosen Blicken auf den Lac d’Annecy macht die Tour zu einer der schönsten Bergtouren der Region. Besonders die ruhigen Straßen und die beeindruckenden Panoramen sorgen dafür, dass die Anstrengungen des Anstiegs schnell vergessen sind.Wenn du auf der Hochebeene angekommen bist, kannst du diese Basisroute beliebig erweitern.
Hier geht es zum Track: https://www.komoot.com/de-de/tour/2990143157?share_token=aMMoScMhJRjPpd0IUiD8fgSjJQtYPv4tLgr9caCbqm8LBT4cAv&ref=wtd&t_s=referral&t_cid=route_share&t_ref_username=773354110250
(Tour 4) Mont Blanc-Panoramaroute
Diese Route bin ich selbst (noch) nicht gefahren, wurde mir aber von einem Radsportkollegen noch am Abreisetag empfohlen. Top Aussicht auf dem Mont Blanc, harte Offroadabschnitte, physisch anspruchsvoll mit Traumpanorama. Geh selbst auf Entdeckungsreise.
Hier geht es zum Track: https://www.komoot.com/de-de/tour/2985801165?share_token=aJfCO4FDrIuPazMW7IuZbm5W7PakZPYURG1DItAUCXk2Mh5uno&ref=wtd&t_s=referral&t_cid=route_share&t_ref_username=773354110250

