Become a pro Trainingslager-wat ne geile Woche

Vom 19.4.-29.4. fand es statt, das erste Becomeapro Trainingslager by toMotion Racing. Neben den Fahrern vom Standort Südschwarzwald  Thomas, Sascha, Lukas, Manuel, Emanuele sowie meiner Wenigkeit, durfte ich auch Daniel von Lindau, Dennis von München, sowie Norbert von der schwäbischen Alb als Teilnehmer begrüßen. Als Gastfahrer waren ebenfalls Christoph (mein Rennbetreuer) und Soe May und Mayla mit am Start.

Tag 1 Nightride 70Km/1100Hm

Wir starten erst am späten Nachmittag unser Training, damit alle Teilnehmer genügend Zeit für ihre Anreise haben. Rund um Steinen befindet sich ein mit Flowtrails, Serpentinen, Treppen und einer Bachdurchfahrt bespickter Rundkurs, den wir die kommenden Stunden gemeinsam befahren werden. Dabei ist der Kurs wie eine „Acht“ angelegt. Am Kreuzungspunkt der Strecke können wir uns einen kleinen Verpflegungspunkt einrichten. Zudem hat hier jeder Teilnehmer die Chance, mal eine halbe oder ganze Runde zu pausieren, um sich später wieder einzuklinken. So sollte jeder am Ende des Tages auf seine gewünschte Trainingsleistung kommen, ohne dass wir einzelne Leistungsgruppen bilden müssen. Da wir an dieser Stelle jede Runde die Fahrtrichtung wechseln, müssen wir somit die Treppen, Trails und Steigungen sowie Abfahrten in umgekehrter Richtung bewältigen! Beim Einbruch der Abenddämmerung bestücken wir unsere Bikes mit Lampen und beenden die letzten Stunden mit einem Nightride.

Einrollen für die Nacht

Bei Kaiserwetter und warmen Temperaturen richten wir unsere Fahrerlager ein und beginnen unsere Runden zu drehen. Christoph unser Gastfahrer begnügt sich zunächst mit ein,zwei Runden und entschließt sich dann, das Fahrerlager zu bewachen und sich ein paar kühle Bier in den Schädel zu drücken. Gegen Abend legen wir einen Zwischenstopp ein und vergewaltigen den 80cm Zopf, welchen ich für uns beschafft habe. Es gesellen sich Jugendliche zu uns auf den Grillplatz. Mit Musik und einem Lagerfeuer ist die Stimmung völlig entspannt. Vor Einbruch der Dunkelheit gesellen sich Pamela, Mayla und Soe May zu uns. Es wird eine  „abgespeckte“ Ehrenrunde zur Freuden der Kinder absolviert. Wir richten uns für die Dunkelheit. Die Stimmung ist epochal, das Feuer knistert, der Mond zeigt sich in Bestform und die Temperaturen sind angenehm mild. Die Trails fordern nun volle Konzentration. Gegen 22 Uhr beenden wir den ersten Trainingstag, der nicht besser hätte sein können.

Eröffnung vom Trainingslager

Tag 2 Follow the River 111Km/600Hm

Nachdem es gestern doch recht spät und intensiv war, starten wir heute eher gemütlich. Das schöne Elsass ist durchzogen von Flüssen und Kanälen. Die heutige Tour führt uns mit dem MTB abseits der Autostraßen am Rhein-Rhone Kanal, dem Rhein und weiteren Flüssen entlang. Über Schleusen und Inseln wechseln wir die Uferseiten, um diese Grundlageneinheit zu absolvieren.
Zwischen Wald und Wasser in der flachen Rheinebene muss heute unser Fettstoffwechsel zeigen was er kann!

Überfahrt ins Elsass

Wir starten gegen 10 Uhr. Da die Strecke flach ist hängen wir entsprechen am Gashahn, Windschatten fahren in Zweierreihe ist angesagt. Nach 50 Kilometer gibt’s nen Kaffeestopp an der Tanke. Mit ordentlich Druck auf dem Pedal kommen nun noch Höhenmeter dazu. Wir beenden den Tag mit .km Hm

Immer dem Wasser entlang

Tag 3 Eat pain 56Km/1200Hm

Nach dem gestrigen Ruhetag am Ostersonntag, sollten die Speicher wieder aufgefüllt sein. Das ist wichtig, denn die kommenden Tage haben es in sich. Wir starten früh mit einem „earlybird“ Training. Ohne Frühstück, auf nüchternen Magen bringen wir mit dieser Biketour unseren Fettstoffwechsel in Schwung. Nach 1,5 Stunden beenden wir unsere erste Einheit bei einem geselligen Frühstück auf dem Bauernhof. Nachdem die Speicher gefüllt und der Punkt „eat“ erledigt ist folgt nun unser zweite Einheit „pain“ auf die ich aber nicht weiter eingehen werde.

Nach der ersten Trainingsstunde gab´s Frühstück

Es geht früh los, den Teilnehmern habe ich Frühstücksverbot erteilt. Erst nach einer Stunde gibt’s Frühstück. Gestärkt folgen nun fünfminutige Bergintervalle mit anschließender Trailabfahrt. Gekonnt leg ich mich mal auf die Fresse, ansonsten war’s ein intensiver und guter dritter Trainingstag.

Nach dem Sturz mal Vorbau richten

Tag 4 Hunting Jens Voigt 117Km/2400Hm

Die Südvogesen waren schon oft Schauplatz von spektakulären Tour de France Etappen.
1997 fiel hier der berühmte Spruch „quäl dich du Sau“ von Udo Bölts als Jan Ulrich fast sein gelbes Trikot am Ballon d´Alsace verlor. 8 Jahre später eroberte Jens Vogt mit einer 150 Kilometer langen Soloflucht von Geradmer nach Colmar das gelbe Trikot von Lance Armstrong. Es ist also nicht verwunderlich, dass Begriffe wie Col de la Schlucht, Route de Cretes oder Grand Ballon die Herzen der Radsportfans höher schlagen lassen. Genau hier im Herzen der Vogesen beginnt unsere Etappe Nummer 4. Wir starten im verschlafenen Weindorf Ribeauville den Aufstieg zum ersten von 5 Bergen. Auf den kommenden Kilometer werden wir mit moderaten Steigungen, tollem Panorama und totalem Tour de France Feeling verwöhnt. Die letzten Kilometer führen uns über die „Elsässer Weinstraße“ zurück zum Startort.

Festbeißen

Der schönste Tag beginnt mit der Anreise nach Ribeauville, wo wir die Tour über die 7 Berge des Elsass starten. Ich komme noch nicht so recht in Schwung und unsere Gruppe zerfleddert am ersten Berg. Jeder fährt sein Tempo, allen geht’s gut. Erst am 3. Anstieg beteilige ich mich am Bergsprint und die Beine sind nun endlich durchgeblasen. Die Route führt uns zum Bikepark am Lac Blanc zur kleinen Kaffeepause. Wir ignorieren das „gesperrt“ Schild der Querstraße zum Col de la Schlucht und finden uns wenige Kilometer später in den Schneefeldern.

Col de la Schlucht

Die lange Abfahrt sorgt für Adrenalin und Wärme in der Talsohle. Das Ausscheidungsfahren an den kommenden Anstiegen geht weiter. Auf dem letzten welligen Kilometer zum Startort nehmen wir uns mit Attacken und Sprints komplett auseinander. Die zwei 6 Pack im Auto sorgen für einen tollen Abschluss einer grandiosen Tour.

Pennerglück aufm Parkplatz

Tag 5 3Valley Route 108Km/1900Hm

Vor dem morgigen Ruhetag heißt es heute nochmals alle Körner zusammen kratzen. Unsere Rennradtour führt uns zunächst über kurze Steigungen an den Kaiserstuhl. Vom Münstertal aus befahren wir einen der schönsten Rollerberge des Schwarzwalds, das Wiedener Eck. Wer es härter mag, kann alternativ den 20% Aufstieg über den Stohren wählen. Nach einer längeren Abfahrt ins Wiesental folgen nochmals einige Höhenmeter, um das kleine Wiesental] zu erreichen. Ob wir nun flach oder nochmals bergig nach Hause rollen entscheiden unsere Beine, denn nach dem Ruhetag warten weiter „toughe“ Trainingstage auf uns.

Bisse, bisse

Wir machen da weiter, wo wie gestern aufgehört haben. Wir hängen schon wieder mächtig am Gashahn. Deshalb gibt’s auch keine Fotos von der heutigen Tour. Schön war’s trotzdem.

Erste Nahtoterfahrungen

Tag 6 Panoramaride 32Km/760Hm

Der Hochblauen ist sicher nicht der höchste, aber einer der schönsten Berge im Schwarzwald. Verwöhnt er uns doch mit tollem Ausblick auf Belchen, Feldberg, das Elsass bis hin zu den Alpen. Nach dem gestrigen Ruhetag müssen wir uns dieses Panorama hart erkämpfen, denn wir nehmen eine schwere Route als Aufstieg. Steile Rampen, schmale Wege, teilweise technisches Terrain und kaum Flachstücke lassen die Beine heute brennen.

Kalt wurde es

Das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung, auf den Bergen liegt Schnee, im Tal regnet es. Gestern gab´s noch Sonnenbrand und 28 Grad, heute 9 Grad und Regen. Wir quälen uns am Nachmittag für 2 Stunden auf die umliegenden Trails. Hauptsache was gemacht.

Ein gebrauchter Tag für Norbert

Tag 7 ITINÉRAIRE DES TROIS PAYS

Die heutige Tour zermürbt uns nicht durch ihre Topographie, sondern durch ihre schiere Länge. Unsere 3 Ländertour führt von Deutschland in die Schweiz, danach ins Elsass und zurück in den Schwarzwald. Wir bewegen uns auf dem Wegnetz der Eurovelo Routen, welche sich schon seit Jahren großer Beliebtheit bei Bikepackern und Radtouristen erfreuen. Ich habe die traditionelle Route der 3 Ländertour etwas getuned. So wurde die nervige Stadtdurchfahrt durch Colmar gestrichen und dafür zusätzliche Höhenmeter reingepackt.

Abgesagt wegen Dauerregen …wird kommenden Samstag nachgeholt

Danke Thomas für die bewegten Bilder

Happy ride

Euer

Daniel